Christliche Kultur Äthiopiens
Äthiopische Orthodoxe Kirche Deutschland
Am 21. und 22. Juni 2003 feierte die Äthiopische Orthodoxe Kirche in Köln ihr 20jähriges Bestehen mit einem großen Fest. Die Longericher St. Mikaels-Kirche am Lindweiler Weg war bei weitem zu klein. Damit haben die Äthiopier, die es zu Hause gewohnt sind, auf dem Hof der Kirche zu feiern, kein großes Problem; in Deutschland ist es eher die Witterung, die das Mitbeten und Mitfeiern rund um die Kirche zu einer kalten Angelegenheit werden lässt. Es waren an diesen beiden Tagen etwa 1000 Gläubige aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich gekommen, um das Jubiläum festlich zu begehen.

Das Programm begann mit einer feierlichen Vesper in der Mikaelskirche, anschließend gab es einen Empfang mit Grußworten der hohen Gäste.
Als Beauftragte der Heiligen Synod in Addis Abeba war Bischof Yosef gekommen, Erzbischof Karakin von der armenischen Kirche und Bischof Damian von der koptischen Kirche. Der Präses der Evangelischen Kirche, Präses Kock , steht der äthiopischen Gemeinde besonders nahe, seit er vor zwanzig Jahren als Stadtsuperintendent von Köln einen entscheidenden Anteil an der Gemeindegründung in dieser Stadt getragen hat. Er erwähnte u.a. auch besonders die Tabor Society, die für den zukünftigen verstärkten Austausch über theologische und kirchliche Fragen eine gute Grundlage gelegt und die sich um die Erschließung theologischer und historischer Aspekte der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche für den deutschsprachigen Raum verdient gemacht hat. Barbara Rudolph als Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) berichtete von der besonders freundlichen Aufnahme, welche die Äthiopier hier gefunden haben.

(Diese Grußworte und weitere vom Patriarch Abune Paulos aus Addis Abeba, Kardinal Lehmann von der Katholischen Kirche und vom Metropoliten der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Exarch von Zentraleuropa und schließlich lokaler Kirchenvertreter aus Köln sind in dem umfangreichen und sehr informativen Heft „Chronik 20 Jahre“ nachzulesen, erhältlich für 10 ¤ bei Dr. Merawi Tebege in Köln.) Besondere Hervorhebung fand natürlich Dr. Merawi Tebege, der vor 20 Jahren die schwierige Situation der Flüchtlinge gesehen und sich dieser pastoralen Herausforderung gestellt und mit seiner ganzen Familie getragen hat.

Der Höhepunkt war am Sonntag die Göttliche Liturgie, es zelebrierten Erzbischof Karakin, Bischof Damian und Bischof Yosef. Die Festansprache hielt Präses Kock. Anschließend formierte sich eine große festliche Prozession, die mit bunten Würdeschirmen, mit Trommeln und Gesang zum Festplatz an der Dionysiuskirche zog. Für die einheimischen Longericher gab es viel zu sehen und zu fragen.


A. Marx u. F. Dworschak im März 2007

Erzpriester Dr. Merawi Tebege aus Köln
Besucher der Äthiopische Orthodoxe Kirche in Köln
Besucher der Äthiopische Orthodoxe Kirche in Köln
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