Christliche Kultur Äthiopiens
Maltradition
Buchmalerei
In jedem Kloster gab es zumindest einen Schreiber, der an einer Chronik des Klosters schrieb. Auch schrieben viele Mönche Texte für ihren eigenen Gebrauch. Nur besonders kostbare und wichtige Bücher, die für den Gottesdienst gebraucht wurden, erhielten Malerei (Illuminationen). Der Text wurde zuerst geschrieben und die geplante Illumination später eingefügt. Text und Bild gehören nicht immer zusammen. Schreiber und Illuminatoren waren unterschiedliche Personen.

Zuerst wurde die Zeichnung mit der Feder auf das Pergament gebracht und anschließend die entstandenen Farbflächen mit einem Pinsel ausgefüllt. Gold kommt nur in Ausnahmefällen vor, so beim Däbrä Hayq Estifanos-Manuskript von der Insel Kebran (EMML no. 8308; spätes 14./frühes 15.Jh.) und wenigen anderen Manuskripten aus dem Palast-Skriptorium König Dawits I. Neben den klassischen Pigmenten wie Zinnober, Auripigment und Indigo wurden auch andere Farben aus Pflanzen verwendet.


A. Marx u. F. Dworschak im März 2007

aus einer Handschrift des frühen 15. Jh. des Klosters Betlehem Täklä Haymanot in Gayent
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