Christliche Kultur Äthiopiens
Buch- und Maltradition
Klöster
Klöster

Klöster sind bis heute wichtige Zentren christlicher Kultur und Gelehrsamkeit; ohne diese Kontinuität der Klöster und Kirchenschulen stirbt die Tradition, die Liturgie könnte nicht mehr gefeiert werden. Die ersten Klostergündungen in Äthiopien erfolgten im 6. Jh. Die wichtigsten Klöster sind in Äthiopien Däbrä Damo und in Eritrea Däbrä Bizen. Viele Klöster liegen abgelegen, oft am Rande eines Berges hoch über einer Schlucht und sind schwer zugänglich. Däbrä Damo ist noch heute nur über ein Seil zu erreichen. Viele wichtige und an Schätzen reiche Klöster befinden sich auf den Inseln des Tanasees, die durch ihre isolierte Lage Schutz für die dort aufbewahrten Kirchenschätze und Handschriften boten.

Ein Kloster besteht im wesentlichen aus einer Reihe von einzelnen Gebäuden, die um die Kirche angeordnet sind: das Refektorium mit Küche und Vorratsräumen, das Haus Betlehem, in dem die Hostien gebacken werden, eine Kirchenschule, ein Empfangs- und Gästehaus und das Haus des Abtes. Die Mönche wohnen in einzelnen Hütten innerhalb des Klostergeländes.

In den Klöstern gab es Werkstätten, Mönche stellten in den Skriptorien ganze Bibliotheken von Büchern aus Pergament her, malten Ikonen und schufen Kreuze und Geräte aus Holz und Metall für den kirchlichen Gebrauch. Buchschreiben war (und ist bis heute!) harte Arbeit. Das Pergament, die Tinten und das Schreibgerät mussten zuerst hergestellt werden.

A. Marx u. F. Dworschak im März 2007

Klosterkomplex mit Kirche von Bethlehem Täklähaymanot
Klosterhof in Mahädäre Maryam
Hostienstempel
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